a   i   r   p   o   r   t

wenn niépce um 1829 etwa dreißig minuten brauchte, so genügten nadar im jahre 1860 zwanzig sekunden: die zeit, die als belichtungszeit in der photographie immer kürzer wurde, verging in der praxis quälend langsam. mit der photographie war die sicht der welt nicht länger eine frage der nur räumlichen, sondern auch einer zeitlichen entfernung geworden, die es zu überwinden galt; sie wurde zu einer frage der geschwindigkeit, der beschleunigung oder der verlangsamung.

paul virilio - die sehmaschine, 1988